Sehenswürdigkeiten in Griechenland
Um einen guten Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Griechenland zu erhalten, ist es sinnvoll, sich eine Route auszuarbeiten, die man in etwa zwei Wochen bewältigen kann. Sie können dazu eine Gruppenreise mit dem Bus buchen, oder einen Individualurlaub mit einem Mietwagen planen.
Weltkulturerbe
Starten wir in Athen, der Hauptstadt. Historische Zeugnisse reichen 5000 Jahre zurück, der Zeitpunkt der ersten Besiedelung dieses Ortes. So wundert es nicht, dass wir in Athen gleich zwei Sehenswürdigkeiten finden, die wir auf der Liste des Weltkulturerbes finden: Die Akropolis und dem in der Nähe der Stadt befindlichen Kloster Daphni.
Berühmt wurde die Klosteranlage durch die fantastischen Mosaiken, die als bedeutendste Werke byzantinischer Kunst gelten. Leider wurde Daphni bei einem Erdbeben 1999 schwer beschädigt. Die Restaurierungsarbeiten dauern noch an, aber der Klosterhof ist bereits wieder zugänglich. Die Akropolis war ursprünglich ein mykenischer Palast, der gegen 1300 v. Chr. errichtet wurde. Nur vom Westen her zugänglich, bildete dieser Hügel später den Mittelpunkt Athens, insbesondere gekennzeichnet durch den Tempel für die Schutzpatronin der Stadt, Athene. Dieser Pantheon wurde im Laufe seiner Geschichte immer wieder zerstört, dennoch sind die Ruinen bis heute überwältigend und lassen ahnen, wie es einmal ausgesehen haben mag. Weitere Informationen und Ausstellungsstücke finden Sie im neuen Akropolismuseum. Natürlich hat Athen noch Weiteres zu bieten, so zum Beispiel das Nationalmuseum, die Bibliothek des Hadrian oder das Dionysostheater.
Delphi
180 km nordwestlich von Athen treffen wir auf das berühmte Delphi, das durch sein Orakel bekannt wurde. Alle Ausgrabungen von Delphi befinden sich ebenfalls auf Liste der UNESCO. Delphi hieß auch Omphalus – der Nabel der Welt. Dazu trugen vor allem die Orakel von Delphi bei. Die wahrsagende Priesterin war die einzige Frau, die damals den Apollo-Tempel betreten durfte. Ihr Amt lässt sich allerdings auf alte, weibliche Kulte zurückführen, die bereits lange vor den Göttern der Hellenen existierten. Heute haben natürlich alle Frauen Zutritt zu den heiligen Stätten. Sehenswert sind weiterhin das Heiligtum der Athena; die kastalische Quelle, die früher der rituellen und spirituellen Reinigung diente und natürlich das Museum mit antiken Schaustücken. Ein besonderes Highlight ist die bronzene Plastik des Wagenlenkers.
Die Meteora-Klöster in Kalambaka
Weitere 220 km nördlich im Landesinneren erreichen wir ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe: die berühmten Meteora-Klöster in Kalambaka. Auf bis zu 400 m steil aufragenden Felsen wurden zu früh-mittelalterlichen Zeiten 24 Klöster erbaut. Heute sind nur noch sechs erhalten und bewohnt. Um die fantastischen Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert im Hauptkloster Meteoron zu betrachten, muss man zunächst 115 sehr steile und unregelmäßige Stufen erklimmen, die direkt in den Stein gehauen wurden. Meteoro bedeutet auch „in die Höhe heben“. Nun darf man rätseln, ob es daran liegt, dass man früher von den Mönchen in einem Korb hochzogen wurde, oder hat es seinen Namen daher, weil die Gebäude in der Luft zu schweben scheinen, wenn es dunstig ist? Schließen wir unsere kleine Reise in Thessalonika ab. Dort sollten Sie sich unbedingt Zeit für einige wundervolle Kirchen nehmen, so die Kuppelkirche Agia Sophia, die St. Georgskirche mit ihren Mosaiken und die Kirche Panagia Achiropiitos, in der sich eine Ikone befindet, die angeblich nicht von Menschenhand gefertigt wurde.
Foto: hassan bensliman – Fotolia



